Es fängt leise an. Du bist etwas erschöpfter als sonst. Dann wird es ein Dauergefühl. Und plötzlich ist da dieser Moment in dem du realisierst dass du nicht mehr einfach nur müde bist sondern dass etwas Gravierendes in dir gerade kippt.
Burnout ist kein Schicksalsschlag der über Nacht kommt. Er kündigt sich an nur hören wir oft nicht hin weil wir es gewohnt sind durchzuhalten. Deshalb ist es wichtig die Signale zu erkennen bevor sie laut werden.
1. Die Erschöpfung die nicht mehr weggeht
Schlaf ist erholsam das sollte er. Wenn du aber trotz acht Stunden Bett noch morgens aufwachst als hättest du die Nacht durchgearbeitet ist das ein Warnsignal. Echte Erschöpfung verschwindet nicht mit einem Wochenende frei. Sie bleibt.
2. Du bist gereizter als sonst
Kleine Dinge die dich früher nicht gestört haben lösen jetzt unverhältnismäßige Reaktionen aus. Eine falsche Abbiegung im Verkehr eine belanglose Frage eines Kollegen eine vergessene Einkaufsliste. Wenn deine Toleranzschwelle sinkt ist das ein Zeichen dass deine inneren Reserven zur Neige gehen.
3. Du fühlst dich leer statt traurig
Bei Burnout geht es selten um akute Traurigkeit. Es ist eher eine innere Leere. Dinge die dich früher begeistert haben lassen dich kalt. Du funktionierst aber du fühlst nicht mehr mit. Diese emotionale Taubheit ist eines der tückischsten Symptome weil es so schwer zu benennen ist.
4. Du ziehst dich zurück
Treffen mit Freunden Verabredungen familiäre Ereignisse alles wird anstrengender. Du findest Ausreden bleibst öfter zu Hause und begründest es mit Arbeit. Dabei ist es nicht die Arbeit die dich fernhält sondern die Erschöpfung die dich isoliert.
5. Deine Konzentration leidet
Du liest E-Mails zweimal. Vergisst Termine. Stehst mitten im Raum und weißt nicht mehr warum. Wenn dein Gehirn nicht mehr so arbeitet wie gewohnt ist das kein Zeichen von Dummheit sondern von Überlastung. Dein Kopf hat einfach zu viel zu tragen.
6. Du zweifelst an allem
Früher warst du dir sicher was du tust und warum. Jetzt fragst du dich ob das alles überhaupt einen Sinn hat. Dein Job deine Beziehungen deine Entscheidungen. Wenn der innere Kompass anfängt zu schwanken ist das ein ernstzunehmendes Signal.
7. Körperliche Symptome ohne Befund
Kopfschmerzen Magenprobleme Verspannungen Schlafstörungen. Der Arzt findet nichts aber dein Körper sendet deutliche Nachrichten. Psyche und Körper sind untrennbar verbunden und wenn die Seele überlastet ist meldet sich oft zuerst der Körper.
Was du jetzt tun kannst
Wenn du dich in mehreren dieser Punkte wiedererkennst ist das kein Grund zur Panik aber es ist ein Grund zum Handeln. Der erste und ehrlichste Schritt ist zuzugeben dass es dir nicht gut geht. Das ist keine Schwäche sondern der Beginn von echter Stärke.
In meiner Arbeit als Coach begegne ich immer wieder Menschen die erst kommen wenn sie nicht mehr können. Die bessere Nachricht ist dass du nicht so weit kommen lassen musst. Je früher du handelst desto leichter ist der Weg zurück zu dir selbst.
Du brauchst dafür keinen perfekten Plan. Du brauchst nur den Mut den ersten Schritt zu machen und jemanden der dich dabei begleitet.






